Viertelwellenanpassung

Während die transformatorische Anpassung über einen großen Frequenzbereich funktioniert, ist die Anpassung über Transformationsleitung (üblicherweise 1/4 Wellenleitung) toleranter gegenüber Fehlanpassungen. Hierdurch entstehen größere nutzbare Bandbreiten. Dadurch, dass beim Viertelwellen-Leitungstrafo immer das geometrische Mittel aus Eingangsimpedanz und Wellenwiderstand der Leitung bestimmt wird, weicht der Ausgangswiderstand auch weniger stark vom Wellenwiderstand ab. Es findet quasi eine Art Normierung mit dem Leitungswellenwiderstand statt. Die Tabelle oben zeigt ein Rechenbeispiel für
– einerseits die Anpassung über eine Viertelwellenleitung von 75 Ohm
– und andererseits der gleichen Anpassung über eine 1:2 Transformation.

Man sieht, dass der 1:2 SWR-Bereich (grün) mit der Viertelwellenleitung wesentlich größer ausfällt.

Man kann dies nutzen um die Bandbreite von Einbandantennen zu erhöhen. Beispiele hierfür ist die Sirio-Gainmasterantenne, welche sich auf 10m und 12m nutzen lässt (allerdings wegen des spezifischen Aufbaus nur mit wenigen 100Watt). Ein anderes Beispiel ist ein 75/ 80m Breitband Dipol.

Updated: Montag, der 22. November 2021 — 16:36